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. Sie arbeitet als Systemische Beraterin an der Lebenslagen-Hotline des pme Familienservice. Da sie selbst Hundebesitzerin ist, weiß sie sehr gut, wie stark die Beziehung zu einem Haustier sein kann:
Der Schmerz ist real und trauernden Menschen hilft es meist, wenn man ihnen mit Mitgefühl begegnet und ihre Gefühle respektiert, also nicht kleinredet oder bewertet.
Sätze wie „Sei doch glücklich, dass du sie oder ihn hattest!“ oder: „Sicher würde das Kaninchen nicht wollen, dass du jetzt leidest“ sind zwar in Ihrer Absicht gut, aber Sie geben dem Trauernden das Gefühl, dass Ihre Trauer nicht ganz richtig ist und können eher entmutigen. Meist hilft es schon, wenn Sie einfach ein offenes Ohr haben und zuhören.
So können Sie Ihrem Kind helfen, wenn es um ein sein Haustier trauert
Oft ist es der erste Kontakt von Kindern mit dem Thema Tod, wenn das eigene Haustier stirbt. Diese Erfahrung prägt, doch jeder Mensch geht anders mit Trauer um – und das ist okay.
Es ist wichtig, dass Eltern und nahe Bezugspersonen die Emotionen des Kindes und Jugendlichen ernst nehmen und einfühlsam reagieren, wenn es trauert oder vielleicht auch wütend ist, dass das Haustier gestorben ist. Jede Emotion darf sein und sollte ihren Platz finden.
Sollte Ihr Kind keine Emotion zeigen, fragen Sie es, wie es ihm geht. „Oder bieten Sie Ihrem Kind, je nach Alter und Entwicklungsphase Hilfe beim Ausdrücken der Gefühle an“, so Anna Kippe-Menke. „Fragen Sie Ihr Kind zum Beispiel: „Du bist traurig, oder? Du bist wütend, oder?“
Vielleicht hilft auch ein Kuscheltier, dem das Kind seine Gedanken, Gefühle und Sorgen erzählen kann. „Auch das gemeinsame Lesen von altersangemessenen Kinderbüchern zum Thema Abschied und Trauer können die Situation für das Kind erleichtern“, rät Anna Kipp-Menke.
Mit dieser liebevollen Begleitung können Kinder hilfreiche Fähigkeiten entwickeln, die sie auch später im Leben bei der Bewältigung von Trauer und Verlust gut unterstützen.
Ein gemeinsamer Abschied, Rituale wie Beerdigungen oder das abendliche Anzünden einer Kerze können in Zeiten der Trauer und bei der Trauerbewältigung helfen. Auch mit Bedacht ausgewählte Erinnerungsstücke oder gemeinsam erstellte Fotoalben können hilfreich sein.
Mit Zeit und liebevoller, geduldiger Unterstützung finden die meisten Kinder wieder zu Stabilität und Zuversicht zurück. Wer sich in seiner individuellen Not gesehen und ernst genommen fühlt, findet leichter einen Weg, mit der neuen Situation und seiner Trauer umzugehen.
Möglich ist auch eine professionelle Trauerbegleitung, die Menschen dabei unterstützt, den Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres zu verarbeiten und ihren eigenen Weg durch die Trauer zu finden. Sie bietet einen geschützten Raum, in dem Gefühle wie Traurigkeit, Wut oder Schuld offen angesprochen werden dürfen. Dabei wird individuell auf die Bedürfnisse und die jeweilige Lebenssituation der trauernden Person eingegangen.